Die Katze Katzenmärchen Katzengedichte Geschichtliches Katzen/Götter? Katzenverfolgung Bastet Maneki Neko
Home
Katzen in Literatur, Musik und Kunst
Bist Du ein guter Dosenöffner?
Katzenglück
Katzenwäsche
20 Gebote für die Katz´
Für die Katz´
Hat Deine Katze...
Knigge für Katzen
Pille für die Katz´
Spiele die...
Warum gibt es Katzen die...
Märchen aus Bulgarien
Märchen aus Finnland
Märchen der Indianer
Märchen aus Kasachstan
Märchen von Malta
Märchen aus Russland
Märchen aus Tschechien
Webradio
Chat
Chat4free
Spiele
Märchenlinks
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Disclaimer

Wußten Sie, daß Katzen einmal Götter waren?

 

 

 

Die erstaunliche Geschichte eines Raubtieres,

 

das im Lauf von Jahrtausenden zum beliebtesten Haustier wurde

 

 
 

Fünfzig Millionen Jahre ist es her: Menschen gab es noch keine auf der Erde, aber die ersten Katzen — besser gesagt ihre Ur-Urahnen — schlichen schon durch die Urwälder. Das erste Glied der langen Katzen-Kette — bis hin zu dem Tigerkätzchen, das sich an Ihrem Bettende zusammenrollt — war ein wieselähnliches Raubtier. Wissenschaftler nennen es >Miacis<. Es hatte einen langen Körper, kurze Beine und ist nicht nur der Urahne der Katze, sondern wahrscheinlich auch der Vorfahre des Hundes. Gut zehn Millionen Jahre später war das erste katzenähnliche Raubtier "fertig". Wissenschaftlicher Name: "Dinictis". Es war so groß wie ein Luchs, hatte lange Eckzähne, ein winzig kleines Gehirn und durchaus schon Ähnlichkeit mit heutigen >Pussis< und >Muschis<.

Über die weitere Entwicklung gibt es viele Theorien und wenig Konkretes. Als ziemlich sicher gilt: Dinictis hat sich vor etwa 30 Millionen Jahren in zwei Gruppen gespalten. Aus der für uns interessanten Ahnenreihe gingen alle Löwen, Tiger, Wild- und Hauskatzen hervor.

 

Die ersten richtigen Katzen traten — immer noch in grauer Vorzeit — aller Wahrscheinlichkeit nach gleichzeitig auf drei Kontinenten auf: Europa, Asien und Nordamerika. Nach Afrika konnten sie relativ schnell und leicht auf eigenen Pfoten kommen, nach Zentralasien allerdings gelangten sie erst durch den Menschen.

Ab etwa 6000 v. Christus wird die Katzen-Geschichte etwas handgreiflicher: Schon damals gab es in Anatolien (Türkei) Hauskatzen! Auf antiken Statuetten kann man Frauen sehen, die mit Katzen spielen, sie sogar an der eigenen Brust säugen. Und auch bei Ausgrabungen in Jericho (Israel) hat man Funde gemacht, die eindeutig auf Hauskatzen hinweisen(6. u. 5. Jh. v.Chr.).

Die alten Ägypter waren es, die die Katzenzucht entwickelt und vorangetrieben haben (ab ca. 2500 v. Chr.). Nicht nur, weil es so viele Mäuse in der Kornkammer der alten Welt gab, sondern auch, weil die Katze am Nil zur Gottheit avancierte. Und das kam so:

 

Man verehrte in der Stadt Bubastis einen Löwengott namens Bast (oder Bastet). Der aber erwies sich als ziemlich gefräßig und verschonte nicht mal seine „Anbeter“. Da brachte eines Tages ein Löwenpriester aus Nubien ein niedliches Tierchen mit, gelblich-fahl, löwenähnlich, aber anschmiegsam und zum Streicheln geeignet. Was Wunder, daß man den bissigen Löwengott entthronte und durch die schnurrende Katze ersetzte. Doch der Name Bast ist an ihr hängengeblieben ... (frei nach Axel Eggebrecht).

Die >Mius< oder >Maus<, wie sie damals hießen, waren so heilig und göttlich, daß Gesetze zu ihren Gunsten erlassen wurden: Wer eine Katze tötete oder aß, wurde mit dem Tode bestraft. Außerdem war es strengstens verboten, die „Götter“ zu exportieren. Und nach ihrem Tod wurden sie einbalsamiert, wie die Pharaonen. Bei Bubastis fand man Gräberfelder mit Tausenden von Katzenmumien.

Später, bei Griechen und Römern, war die Katze zunächst nur ein Zierstück (wegen ihrer , Seltenheit), wurde dann aber doch zum Mäusefangen eingesetzt, genau wie bei den alten Germanen. Im frühen Christentum ging es den Katzen an den Kragen, weil sie zwischenzeitlich auch heilige Tiere der liebeslustigen Göttinnen Astarte (Phönizier) und Freya (Germanen) waren. Noch im Mittelalter wurden Ehebrecherinnen zusammen mit einer Katze in einen Sack gesteckt und ertränkt, Hexen immer zusammen mit Katzen verbrannt

Und den schwarzen Katzen trauen ja heute noch viele Leute das Böseste vom Bösen zu. Nachzulesen ist das im „Handbuch des deutschen Aberglaubens“.

 

Die überwältigende Mehrheit aller heutigen Katzen gehört zur Kategorie der „Mischlinge“. Allein in deutschen Haushalten sollen — nach vorsichtigen Schätzungen — mehr als vier Millionen leben. Die gewöhnliche „Mischlingskatze“ ist meist kurzhaarig, grauschwarz, gefleckt oder getigert. Ihr freischweifender Geschlechtstrieb aber läßt Variationen in Massen das Licht der Welt erblicken. In den Adern von Landkatzen fließt seit einigen Jahren wieder verstärkt Wildkatzenblut, da Wildkatzen in heimischen Wäldern auf dem Vormarsch sind (nicht zu verwechseln mit verwilderten Katzen!).

Rasse-Katzen dagegen führen eine Art „Jet-Set-Leben“ in elitärer Abgeschiedenheit. Und das, obwohl ihr „Adel“ erst seit 1887 genau definiert ist. In diesem Jahr nämlich bestimmten englische Züchter ihre Bestimmungsmerkmale: Gestalt, Färbung, Zeichnung und Haarart.

 

 

Quelle: eine uralte Ausgabe von "Journal für Haushalt und Familie",

Jahr unbekannt

 

 

zurück